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Montag, 6.2.2012

Julius Bär rechnet mit Strafen

Die Bank Julius Bär hat im vergangenen Jahr schwächer abgeschlossen. Die Privatbank erzielte einen Konzerngewinn von 400 Millionen Franken - rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Ausserdem geht sie von Strafzahlungen in den USA aus.

Bank Julius Bär verzeichnet 2011 20 Prozent weniger Gewinn als 2010. (Keystone)

Julius Bär für Selbstdeklaration ausländischer Kunden

Die Privatbank Julius Bär wäre einverstanden, nur noch Geld von AusländerInnen anzunehmen wenn die Kundschaft nachweisen kann, dass das Geld versteuert ist. Bär gibt sich im Steuerkonflikt gelassen.

Beitrag aus Rendez-vous vom Montag, 6.2.2012, 12.30 Uhr

Weissgeld nur für Europa

Genfer Privatbankiers wollen eine Abgeltungssteuer nur für europäische Länder akzeptieren. Damit stellen sie sich quer zum Bundesrat, der diese Möglichkeit weltweit anwenden möchte.

Beitrag aus Rendez-vous vom Mittwoch, 19.10.2011, 12.30 Uhr

Der starke Schweizer Franken - und der allgemein schwache Börsenhandel - hätten das Resultat negativ beeinflusst, erklärt die Bank. Das seien die Gründe, weshalb der Wert der verwalteten Kundengelder mit 170 Milliarden Franken stabil geblieben sei, obwohl Julius Bär 10 Milliarden Franken Neugelder erhalten habe.

Darin enthalten sind aber nicht die 50 Millionen Euro Ablasszahlung, welche die Vermögensverwalterin im Frühling an Deutschland gezahlt hatte. So konnte die Bank erreichen, dass ihre Mitarbeiter oder eventuell auch das Institut selbst wegen Steuerdelikten von Kunden unbehelligt blieb.

Verwaltetes Vermögen hat sich kaum verändert
Die Höhe der verwalteten Vermögen des Zürcher Traditionshauses am Ende des Jahres veränderte sich indessen mit 170 Milliarden Franken im Vergleich zum Vorjahr kaum. Unter dem Strich nahm die Bank 10,2 Milliarden an neuen Kundenvermögen entgegen, etwas mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Dass die verwalteten Vermögen nicht wuchsen, lag laut Julius Bär an der Lage der Finanzmärkte.

Das meiste Geld kam von wohlhabenden und reichen Menschen aus den aufstrebenden Regionen Asiens, Lateinamerikas sowie aus Osteuropa, Russland und dem Nahen Osten. Allerdings hat Julius Bär nach eigenen Angaben auch Zuflüsse in der Schweiz und in Deutschland verzeichnet.

Bank Julius Bär will Steuerstreit mit USA bereinigen
Die Bank sei auch «sehr bestrebt», die Situation im Steuerstreit mit den USA zu bereinigen, hiess es in der Mitteilung vom Montag. Julius Bär zittert nach dem Untergang der St. Galler Bank Wegelin wie eine Reihe anderer Banken vor möglichen Klagen der Vereinigten Staaten.

Die Bank Julius Bär erwartet, im Zuge des Steuerkonflikts mit den USA eine Strafe an die dortigen Behörden bezahlen zu müssen. Wieviel das sein wird, bleibt abzuwarten. «Die Situation ist bei jeder Bank anders. Es kann gut sein, dass wir eine Strafe bezahlen müssen», sagte Bank-Bär-Chef Boris Collardi während einer Telefonkonferenz mit Nachrichtenagenturen.

Busse, aber keine Klage
Eine Klage gegen die Zürcher Vermögensverwalterin hält Collardi dagegen für weniger wahrscheinlich. «Wir haben proaktiv gehandelt und kooperieren voll mit den US- Behörden», sagte Collardi. Seine Bank unterstütze die Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA «voll und ganz». Der Bankchef glaubt daran, dass am Ende des Steuerkonflikts eine «für beide Seiten zufriedenstellende» Lösung ausgehandelt wird.

Finanzchef Dieter Enkelmann konnte nicht beziffern, wie hoch eine mögliche Strafsumme in den USA sein könnte. Daher sei es auch nicht möglich, über die Höhe von Rückstellungen zu sprechen, oder wie eine solche Zahlung die Dividende beeinflussen werde. Für 2011 bezahlt die Bank ihren Anteilseignern 60 Rappen Dividende plus 40 Rappen Sonderdividende pro Aktie.

Julius Bär ist wie eine Reihe anderer Schweizer Banken im Visier der US-Steuerverwaltung und des US-Justizministeriums. Eine Globallösung für US-Kunden Schweizer Banken gibt es nach wie vor nicht. Mit dem Verkauf der St. Galler Privatbank Wegelin unter dem Druck drohender US-Klagen Ende Januar hat der Steuerstreit erst kürzlich einen neuen dramatischen Höhepunkt erreicht. (basn, sda)

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Freitag, 22.7.2011

Julius Bär spürt starken Franken

Die Bank Julius Bär schreibt für das erste Halbjahr 2011 deutlich weniger Gewinn. Neben dem starken Franken drückte vor allem eine Busse in Deutschland aufs Ergebnis des Vermögensverwalters.  Mehr

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