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Montag, 6.2.2012

Harte Strafe für Radprofi Contador

Der Tour-de-France-Seriensieger Alberto Contador ist vom Internationalen Sportgerichtshof zu einer Zweijahressperre verurteilt worden. Die Strafe sei exemplarisch hart und damit unfair, kritisieren Kollegen aus dem Radsport.

Alberto Contador. (Keystone)

Alberto Contadors Suspendierung begann bereits im August 2010 und dauert noch bis am 6. August dieses Jahres. Der spanische Radprofi geht des Triumphes in der Tour de France 2010 verlustig, in der er positiv getestet worden war.

Der Sieg in der Frankreich-Rundfahrt vor zwei Jahren geht damit an den damaligen Zweiten, den Luxemburger Andy Schleck. Auch der Gesamtsieg im Giro d'Italia 2011 wird Contador aberkannt, wie auch alle anderen Ergebnisse während der Zeit des Verfahrens.

Contador bestritt Dopingvorwürfe
Das dreiköpfige Richtergremium erkannte eine Doping-Absicht. Der 29-jährige Radprofi war am 21. Juli 2010 am zweiten Ruhetag der Tour überführt worden, das als Kälbermastmittel verwendete Clenbuterol eingenommen zu haben.Contador hatte für die positive Analyse ein verunreinigtes Steak verantwortlich gemacht und Doping stets bestritten. Der Tour-Sieger von 2008,

Unverständnis und Empörung bei Radkollegen
Carlos Sastre, meinte: «Das Urteil entbehrt jeder Logik. Man kann einen Profi nicht zu einer Sperre verurteilen, wenn ihm kein Doping nachzuweisen ist.» Der Ex-Radprofi und Tour-de-France-Sieger von 1988, Pedro Delgado, sagte: «Im Kampf gegen das Doping verlieren die Verantwortlichen die Orientierung.

Das Strafmass ist völlig übertrieben, zumal wenn man bedenkt, dass das Gericht selbst einräumt, dass Contador das Doping nicht nachgewiesen werden konnte.» Der Spanier sei so hart bestraft worden, weil er die «Nummer eins» im Radsport sei. «Ein weniger bekannter Radsportler wäre glimpflicher davongekommen.»

Contador selbst nahm zu dem Urteil zunächst nicht Stellung. (bat/basn, sda/dpa)

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