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Porträt: Syriens Staatschef Bashar al-Assad

Als Bashar al-Assad im Jahr 2000 das Amt des Staatsschefs von seinem Vater übernahm, ruhten viele Reformhoffnungen auf dem jungen Politiker. Er enttäuschte sie und muss nun um seine Macht fürchten.

(Reuters)

Bashar al-Assad wurde 1965 geboren, studierte an der Universität von Damaskus und machte 1988 seinen Abschluss als Allgemeinmediziner. Danach liess er sich unter anderem in London zum Augenarzt ausbilden.

1994 kam sein älterer Bruder Basil bei einem Autounfall ums Leben. Er sollte eigentlich Nachfolger seines Vaters an der Spitze des Staates werden. Nach dem Tod des Bruders bereitete sein Vater Hafis al-Assad den jüngeren Sohn Bashar auf die Übernahme der Macht vor.

Hoffnungen bei der Amtsübergabe
Die Amtsübergabe im Jahr 2000 wurde international begrüsst, weil Bashar al-Assad als potenzieller Reformer galt. Sein Vater hatte das Land jahrzehntelang mit eiserner Hand regiert. Ende 2001 holte der junge Assad viele Experten in sein Kabinett, die im Westen ausgebildet wurden und ein modernes Finanzsystem entwickeln sollten, um ausländische Investoren ins Land zu holen. 2003 und 2004 wurde das Kabinett umgebildet. Assad zeigte sich mit dem Reformtempo unzufrieden.

2007 gewann Assad ein Referendum, mit dem er sich eine zweite Amtszeit als Präsident über sieben Jahre sicherte. Kritiker aus Syrien und dem Ausland sprachen von Wahlbetrug.

Wichtigster Verbündeter Irans
Syrien ist unter Assad der wichtigste Verbündete Irans in der arabischen Welt. Das Land hat auch grossen Einfluss in Libanon und unterstützt palästinensische und libanesische Extremistengruppen gegen Israel. Assad gehört der Minderheit der Alawiten an, die das Land dominieren. Die Mehrheit der Syrer sind Sunniten.

Zu den wichtigsten Kritikpunkten der Demonstranten gehören das Verbot aller Oppositionsgruppen, Korruption, Armut und steigende Preise. Inzwischen fordert die Oppositionsbewegung den Rücktritt Assads. (ank, reuters)

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