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Haiti: Armut und Naturkatastrophen

Die seit Jahrzehnten instabile politische Lage und die prekäre wirtschaftliche Situation Haitis haben grossen Teile der Bevölkerung verelenden lassen. Der grösste Teil der neun Millionen Einwohner lebt von einem Dollar am Tag.

Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. Haiti liegt im Westen der Karibikinsel Hispaniola, östlich schliesst sich die Dominikanische Republik an.

Innenpolitisch ist der Staat einer der instabilsten der Region. Die politische und wirtschaftliche Dauerkrise hat aus der einst reichen französischen Kolonie ein Armenhaus gemacht.

Unter der Armutsgrenze
Rund 80 Prozent der mehr als neun Millionen Einwohner leben in bitterer Armut und müssen von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben.

Selbst Grundnahrungsmittel sind für viele unbezahlbar, die Kindersterblichkeit ist hoch. Gut die Hälfte der Bevölkerung sind Analphabeten. Armut und Gewalt haben Millionen Haitianer ins Exil getrieben.

Kein Tourismus
Trotz internationaler Hilfen liegt die Wirtschaft am Boden. Vier Fünftel der staatlichen Investitionen und 40 Prozent des Staatshaushalts werden vom Ausland finanziert.

Die ausufernde Kriminalität hat dazu beigetragen, dass der Tourismus anders als in der benachbarten Dominikanischen Republik ökonomisch keine Rolle spielt. Das Eidgenössische Aussendepartement rät von Reisen nach Haiti ab.

Die meisten Haitianer haben afrikanische Wurzeln und sind katholisch, doch auch der Voodoo-Kult wird noch immer praktiziert.

Immer wieder Naturkatastrophen
Mit 28'000 Quadratkilometern hat Haiti nur rund zwei Drittel der Fläche der Schweiz. Immer wieder wird das Tropenland von schweren Unwettern wie Überschwemmungen und Wirbelstürmen getroffen.

Die geografische Lage an der Grenze zwischen der karibischen und nordamerikanischen Kontinentalplatte sorgt regelmässig für zerstörerische Erdbeben in der Karibik.

Gerodete Insel
Da die Insel nahezu entwaldet ist, wirken sich Naturkatastrophen besonders verheerend aus. Fast der komplette Baumbestand wurde als Brennmaterial vernichtet. Das hat auch verheerende Auswirkungen für die einheimische Landwirtschaft.

Wegen des vielerorts verwitterten und unfruchtbaren Bodens können die Bauern laut Welthungerhilfe nur noch knapp die Hälfte des Nahrungsmittelbedarf decken. (luek/cdm/acd, ap/dpa/reuters/sda)

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