• Nachrichten
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Programm
  • Radiokiosk
  • Spiele
  • Themen
  • Über uns
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Mein DRS
  • Nachrichten:
    • Schweiz
    • International
    • Wirtschaft
    • Sport
    • Regional
    • Nachrichtenticker
    • Wetter
    • Verkehr
  • Die neuesten Dossiers zu «International»
    • Das Ende der Ära Mubarak
    • Arabische Regime unter Druck
    • Afghanistan: Krisenherd am Hindukusch
    • Syriens Regimegegner begehren auf
    • Kriegsverbrecher vor dem Uno-Tribunal
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop
  • International:
  • Das Rennen um die US-Präsidentschaft:
  • Zurück zum Dossier «Das Rennen um die US-Präsidentschaft»

Power to the People - Geschichte der US-Vorwahlen

Die US-Verfassung kennt keine Regeln, wie ein Präsidentschaftskandidat nominiert werden soll. Als sie im späten 18. Jahrhundert geschrieben wurde, gab es nicht einmal Parteien.

Bis 1831 wurden Präsidentschaftskandidaten allein von den Mächtigen der Partei bestimmt. «King Caucus»  wurde das informelle Auswahlsystem genannt. Später gab es zwar Parteiversammlungen (Conventions), an denen Kandidaten nominiert wurden und  sogar Vorwahlen. Aber es waren  nach wie vor die Parteioberen, die dafür sorgten, dass die Delegierten so stimmten, wie gewünscht oder gefügige Vertreter für die Parteiversammlungen nominiert wurden. 1936 führte nur rund ein Dutzend Bundesstaaten Vorwahlen durch.

Demokratisierung durch das Fernsehen
Mit dem Aufstieg des Fernsehens wurde das Auswahlverfahren demokratischer. Der Durchschnittsamerikaner konnte sich auch von weniger bekannten Kandidaten ein Bild machen und ein Sieg bei einer Vorwahl verschaffte einem solchen Bewerber auf einen Schlag grosse Popularität. Nach seiner Niederlage gegen den weit weniger prominenten  Senator Estes Kefauver aus Tennessee bei den Vorwahlen in New Hampshire 1952 beispielsweise gab Präsident Harry Truman seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit bekannt.

«Smoky Backrooms»
Doch obwohl Kefauver damals in 13 Vorwahlen insgesamt 3,1 Millionen Stimmen auf sich vereinen konnte, gewann der damalige Gouverneur von Illinois, Adlai Stevenson, die demokratische Nomination, obwohl er lediglich 78 000 Voten erhalten hatte. Doch Stevenson war ein sog. Favorite Son, ein Liebling der Parteioberen, die seine Nomination durchsetzten. Kefauvers Scheitern ist das bekannteste Beispiel dafür, dass bis weit ins 20. Jahrhundert Präsidentschaftskandidaten in den berüchtigten verrauchten Hinterzimmern, den «smoky backrooms» ausgeküngelt wurden.

Tumulte in Chicago
Es war der tumultöse Parteikonvent der Demokraten in Chicago 1968, der die Demokratisierung des Auswahlverfahrens entscheidend voranbrachte. Damals wurde Vizepräsident Hubert Humphrey nach der Ermordung von Robert Kennedy zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten gekürt, ohne eine einzige Vorwahl gewonnen zu haben. Das sorgte für Unmut und eine Regeländerung.

Seither dürfen die Delegierten an den Parteikonventen in der Regel nicht frei für einen Kandidaten votieren, sondern sind verpflichtet, so zu stimmen, wie die Wähler, die sie vertreten.

Unterschiedliche Gerechtigkeit
Demokraten und Republikaner haben heute unterschiedliche Regeln nach denen die Präsidentschaftskandidaten gekürt werden. Erstere verteilen die Delegiertenstimmen proportional, während die Republikaner dem Sieger der jeweiligen Vorwahl alle Delegiertenstimmen des betreffenden Staates zuschlagen. Je nach Bundesstaat dürfen nur Parteimitglieder oder auch nicht parteigebundene Wähler an den Vorwahlen teilnehmen.

Demokratischer als in der Schweiz
Die Präsidentschaftsnomination in den USA ist in Vielem archaisch und fragwürdig. So erhalten die wenigen Bewohner von Iowa und New Hampshire einen unverhältnismässigen Einfluss, da sie als erste über die Kandidaten entscheiden. Der Sieger dieser ersten Vorwahlen erhält oft enorme mediale Aufmerksamkeit und zahlreiche Spendengelder. Mit seinem überraschenden Sieg in Iowa 1976 legte der damaligen Aussenseiter Jimmy Carter den Grundstein für seinen späteren Erfolg. Andererseits gibt es kaum ein basisdemokratischeres Verfahren als in Iowa und New Hampshire.

Und kein Verfahren ist in allen Bereichen befriedigend. Gerade in der vielgerühmten demokratischen Schweiz werden Kandidaten, auch für den Bundesrat, nach wie vor in Hinterzimmern oder nach Auswahlverfahren nominiert, bei denen die Stimmbürger nichts zu sagen haben, anders als in den USA.

Gegner «vernichten»
Fragwürdig dagegen ist in den USA der enorme Einfluss des Geldes auf eine Kandidatur. Oder die brachialen Methoden im Wahlkampf. Und immer wieder werden Kandidaten mit Schmutzkampagnen politisch «vernichtet», wie beispielsweise John McCain im Jahre 2000. Damals verbreitete George W. Bushs Wahlkampfteam das haltlose Gerücht, McCains Adoptivtochter aus Bangladesch sei seine uneheliche Tochter. (voep)

Seite weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Verantwortlich für diese Seite:

news.online


Mehr zum Stichwort:

  • US-Wahlen 2012

Schnellsuche:
Dossier: Das Rennen ums Weisse Haus
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft