So wird der Präsident gewählt
Der Präsident sowie der Vizepräsident der Vereinigten Staaten werden nicht direkt vom Volk, sondern durch eine Wahlmännerversammlung, das Electoral College, gewählt. Jeder US-Bundesstaat entsendet gemäss seiner Grösse eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern in das Electoral College. Zurzeit sind es insgesamt 538.
Mehrheitswahlrecht
Wenn ein Kandidat in einem Staat die einfache Mehrheit der Wählerstimmen bekommt, stellt seine Partei alle Wahlmänner des Staates. Damit fallen die Wählerstimmen für den unterlegenen Kandidaten unter den Tisch. Einzige Ausnahmen sind Nebraska und Maine, die ihre Wahlmänner in einzelnen Wahlbezirken wählen.
Wahlkampf konzentriert sich auf Swing States
Einige Staaten wählen traditionell republikanisch, etwa die eher konservativen Staaten im Süden wie Georgia und Texas. Für die Demokraten stimmen dagegen meistens die liberaleren Staaten wie Kalifornien und Washington. Weil in diesen Staaten der Ausgang meist klar ist, konzentriert sich der Wahlkampf auf die so genannten Swing States, die mal republikanisch, mal demokratisch wählen.
Kritik an Wahlsystem
Das System ist nicht unumstritten. Denn die Anliegen der WählerInnen in den Swing States stehen im Mittelpunkt. Das heisst, Themen, die zum Beispiel in Florida oder Ohio eine bedeutende Rolle spielen, finden besondere Beachtung, obwohl in anderen Bundesstaaten oder auf nationaler Ebene dringendere Probleme anstehen.
Ein wichtiger Kritikpunkt ist auch, dass die Stimmen der WählerInnen, die für die Minderheit gestimmt haben, verloren gehen. Dadurch kann auch ein nach absoluter Stimmenanzahl unterlegener Kandidat Präsident werden. So ist im Jahr 2000 im Fall von George W. Bush gegen Al Gore auch geschehen.
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