Streik im französischen Luftverkehr
Im französischen Luftverkehr hat ein auf vier Tage angesetzter Streik begonnen. Das Bodenpersonal, aber auch Piloten und Flugbegleiter protestieren mit Arbeitsniederlegungen gegen Pläne der Regierung, das Streikrecht an Flughäfen einzuengen.
Demnach sollen Mitarbeiter ihre Aktionen mindestens 48 Stunden vorher bekanntgeben. Die Arbeitgeber wiederum sollen verpflichtet werden, bessere Vorsorge zu treffen und 24 Stunden vor einem geplanten Streik Verkehrsvorhersagen zu machen.
Erhebliche Verspätungen und Ausfälle
Nach Angaben der Gewerkschaften müssen Flugreisende mit Ziel oder Zwischenstopp in Frankreich wegen des Arbeitskampfes bis Donnerstagabend mit erheblichen Verspätungen und Verbindungsausfällen rechnen.
Am Montag seien mindestens ein Fünftel der Flüge gestrichen worden, sagte ein Sprecher von Air France. Auf einigen Flughäfen wie etwa in Toulouse fiel sogar jeder zweite Flug aus.
«Der Streik findet breite Unterstützung, die noch wachsen wird», sagte der Sprecher der Pilotengewerkschaft SNPL, Louis Jobard.
Verkehrsminister Thierry Mariani zeigte sich dennoch unnachgiebig und kündigte an, an dem Gesetz festzuhalten. Fluggesellschaften müsse es möglich sein, im Falle eines Streiks einen eingeschränkten Flugbetrieb zu planen, sagte er. (bat/basn, sda/dpa)
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