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Sonntag, 5.2.2012

Weitere Kältetote im Osten Europas

In der Extremkälte im Osten Europas sind in der Nacht auf Sonntag erneut über 20 Menschen erfroren. In der Ukraine stieg die Zahl der Kältetoten um neun auf mittlerweile 131 an.

Die meisten Kälteopfer in der Ukraine waren Obdachlose. Im ganzen Land würden inzwischen mehr als 1800 Menschen wegen Unterkühlung und Erfrierungen in Spitälern behandelt, teilte das Zivilschutzministerium in Kiew mitteilte.

Der ukrainische Wetterdienst meldete in den vergangenen Tagen Rekord-Minustemperaturen von -30 Grad Celsius. Die Zahl der Wärmestuben in der Ukraine beträgt mittlerweile mehr als 3000. Seit Beginn der Extremkälte am 27. Januar hätten etwa 75'000 Menschen Hilfe gesucht und dabei auch um warmes Essen gebeten. Beobachter vermuten, dass die inoffizielle Zahl der Kältetoten deutlich höher ist.

Acht Kältetote in Polen

Auch in Polen stieg die Zahl der erfrorenen Menschen weiter an. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, fielen in der Nacht zum Sonntag erneut acht Menschen der Kälte zum Opfer, die meisten von ihnen Obdachlose.

Seit Beginn der Kältewelle sind damit landesweit bereits 53 Menschen erfroren. Hinzu kommen mindestens sechs Todesfälle wegen Kohlenmonoxidvergiftungen in Wohnungen mit defekten Kohleöfen.

Angesichts der eisigen Temperaturen sollen in Polen zusätzliche Wärmestuben für Obdachlose eingerichtet werden. Ministerpräsident Donald Tusk hatte an die Betreiber von Notquartieren und Wärmestuben appelliert, alkoholisierten Schutzsuchenden nicht die Aufnahme zu verweigern.

Tote auch in Litauen
Aus dem Baltikum wurden weitere Kältetote gemeldet. Bei Temperaturen von unter -30 Grad erfroren in Litauen drei Menschen, wie das litauische Fernsehen am Samstagabend berichtete. Sieben weitere Menschen seien zudem mit Erfrierungen in Spitäler gebracht worden.

Defekte Heizanlagen oder verunreinigte Schornsteine verursachten mehrere Brände. In der Nacht zu Sonntag starb ein Mensch bei einem Brand im estnischen Ostseebad Pärnu, meldete das Nachrichtenportal Delfi.

Auch in weiteren Städten Estlands und in den anderen beiden baltischen Staaten Lettland und Litauen kam es am Wochenende zu zahlreichen Bränden. Dabei erlitten einige Menschen Brandverletzungen oder Rauchvergiftungen. (pet, sda/dpa)

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Samstag, 4.2.2012

Kälte und Schnee fordern ihren Tribut

Kälte und Schnee führen in weiten Teilen Europas zu grossen Problemen: In Italien starben mehrere Menschen infolge des Schnees, Serbien versinkt in der weissen Pracht und in Osteuropa steigt die Zahl der Kälteopfer.  Mehr


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